Unternehmenskauf / Unternehmensverkauf

Beim Unternehmenskauf lassen sich grundsätzlich zwei Steuerpflichtige ausmachen: der Veräußerer und der Erwerber des Unternehmens (bzw. des Teilunternehmens oder der Geschäftsanteile). Beide Vertragsparteien verfolgen mit der Veräußerung bzw. Akquisition unterschiedliche - häufig sogar gegenläufige - strategische, wirtschaftliche und steuerliche Interessen. Während der Verkäufer einen möglichst hohen Kaufpreis nach Steuern zu erzielen sucht, kommt es dem Käufer darauf an, den zu zahlenden Kaufpreis möglichst schnell einkommensmindernd geltend zu machen. Diese unterschiedlichen Positionen gilt es bei der Steuerstrukturierung und Steuerplanung optimal zu verknüpfen. Diese Strukturierung und Planung stellen eine gemeinsame Aufgabe für Verkäufer und Erwerber dar.

Die Planungen auf der Seite des Käufers und Verkäufers müssen frühzeitig erfolgen und sollten die Interessenlage der anderen Vertragspartei berücksichtigen. In die zeitliche Planung eines Unternehmenskaufs sollte die Durchführung einer Due Deligence durch den Käufer, einschließlich der Tax Due Deligence, einbezogen werden.

Der Ablauf eines Unternehmenskaufes wird maßgeblich von den handelnden Akteuren und den Eigenarten des zu übernehmenden Unternehmens bestimmt. Die rechtlichen und wirtschaftlichen Eigenarten des Unternehmenskaufes variieren stark, je nach Größe und Rechtsform des Unternehmens. Handelt es sich bei dem Verkaufsobjekt um eine GmbH oder eine GmbH & Co. KG, bedarf der Kaufvertrag zwingend der notariellen Beurkundung. Handelt es sich um ein börsennotiertes Unternehmen, sind die Vorgaben des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) einzuhalten. Zudem sind regelmäßig kartellrechtliche Fragen zu prüfen, insbesondere ob der Unternehmenskauf einer Anmelde- und Anzeigepflicht beim Bundeskartellamt unterliegt (Fusionskontrolle).

Künstler & Künstler
Wirtschaftsprüfer / Steuerberater

Römerallee 2
53909 Zülpich

Tel.: 02252/2033
Fax: 02252/7404

E-Mail
kontakt@kuenstler-steuerberater.de

vertrauen